14.9.2004
Aktuelle Forschung: Die Menge machts - Wein sogar nach Herz-OP gesund!
Vom Rotwein weiß man schon länger, dass er vor einem Herzinfarkt schützt.
Dass er aber auch nach einer Herz-Operation seine Wirkung entfaltet, ist hingegen neu.
Wissenschaftler der
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg haben
nachgewiesen, dass das Trinken einer moderaten Menge Alkohols nach einer
Herzoperation die Gesundung fördern kann. Männer, die nach der Operation
blockierter Herzarterien sechs oder mehr alkoholische Getränke in der
Woche zu sich nahmen, hatten ein geringeres Risiko einer erneuten
Verengung. Sie benötigten halb so häufig einen erneuten Eingriff wie
Männer, die wenig oder keinen Alkohol tranken. Die Ergebnisse der Studie
wurden in dem Fachmagazin Heart veröffentlicht.
Rotwein schützt vor Arterienverkalkung
Die wissenschaftlichen Untersuchungen haben in der Vergangenheit bereits mehrfach bestätigt, dass verglichen mit reinem Alkohol und Weißwein insbesondere der Rotwein den deutlichsten Einfluss zum Schutz vor Arterienverkalkung aufweist.
Die Hinweise in der aktuellen Studie gehen dahin, dass Menschen, die ein alkoholisches Getränk
täglich zu sich nehmen, ein geringeres Risiko eines Herzanfalls,
chronischer Herzprobleme oder eins plötzlichen Herzinfarkts haben als
jene die mehr oder gar nichts trinken. Ein Getränk zählt hier als Einheit
von 10 ml oder 8 Gramm reinen Alkohols. Das entspricht einem Glas Wein,
einem kleinen Bier oder einem Schnaps. Das Team um Christiane
Tiefenbacher befragte 225 Männer, wie viel Alkohol sie wöchentlich in den
ersten vier Monaten nach ihrer Angioplastie zu sich nahmen.
53 Patienten konsumierten weniger als 50 Gramm Alkohol. 172 Teilnehmer
tranken mehr als 50 Gramm und 21 zwischen 350 und 700 Gramm. Männer, die
wenig oder keinen Alkohol tranken, litten häufiger unter blockierten
Arterien, schlechterer Herzfunktion und hatten schlechtere
Cholesterinwerte als jene, die mehr als 50 Gramm Alkohol wöchentlich
konsumierten. Faktoren, die ein erneutes Verschließen der Arterien
wahrscheinlicher machten, waren weniger als 50 Gramm Alkohol oder eine
Diabeteserkrankung. Die Autoren betonen jedoch laut BBC, dass das nicht
bedeute, dass Männer bei einer Herzoperation beginnen sollten zu trinken.
Es sei vielmehr so, dass Männern mit einem erhöhten Herzrisiko nicht
geraten werden sollte aufzuhören.
(Redaktion: WINZER.DE, Quelle: pte.at)
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