23.1.2004
Korkschmecker verursachen 2,5 Milliarden Euro Schaden pro Jahr
2,5 Milliarden Euro Schaden weltweit, so schätzen Weinfachleute nach Angaben des World Food Programme der UNO, verursachen jedes Jahr international die gefürchteten "Korkschmecker", die auch besten Weinen einen muffig modrigen Geschmack verleihen. Grund ist die unheilvolle Liaison von Schimmelpilzen und Chlorverbindungen oder die Gelege von Korkmotten in manchen Korken.
Fast 10 Jahre muss die Rinde der Korkeiche wachsen bis zur Schälreife der Bäume. Einerseits kommen fast alle Korken aus Portugal, Südfrankreich und Nordtunesien, andererseits werden Jahr für Jahr riesige Gebiete auch in Ländern der Dritten Welt mit Weinbergen überzogen. Bereits heute kosten gute Korken genau so viel oder bessere leicht das Doppelte einer Weinflasche.
Viele Jahre suchen Winzer und Zulieferer nach einer Lösung oder Alternativen. Zwar gibt es eine Reihe von vorstellbaren Verschlüssen aber viele Weingüter scheuen den Verzicht auf den "Plopp".
Nach Expertenmeinung wäre die "Longcap", eine Art langer Schraubverschluss, oder der "Glaskorken" eine echte Problemlösung. Kunstoffkorken sind nicht optimal für eine längere Lagerung und sind nur ähnlich dem Naturkorken.
Es liegt also wieder einmal an der Aufklärung des Verbrauchers.
(Redaktion: WINZER.DE)
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