SWR-Fernsehen
RHEINLAND-PFALZ AKTUELL
Wir wurden von einem SWR-Kamerateam
aufgesucht und unter der Leitung von Frau Melanie Weyand zu
unserem Vorhaben, den deutschen Wein zu stärken, interviewt.
[...] Vier Studenten bringen nun Wein und Internet zusammen. Sie machen sich im World Wide Web mit Deutschlands erster
Wein-Online-Zeitung für den deutschen Rebensaft stark. Das brachte auch schon Lob vom Deutschen Weininstitut. [...]  SWR-Fernsehen
Rheinland-Pfalz am 06.02.2004, 21.45 Uhr, Abendnachrichten
Rheinland-Pfalz Aktuell
Darmstädter Echo
Die Informatik und der deutsche Wein
Im Supermarkt wird fast blind nach Chianti gegriffen. Oder nach Soave. Oder spanischem Rioja. Im Restaurant wird Chablis und Bordeaux kredenzt. Beim Griechen Demestica.
Dass überraschend selten zu deutschem Wein gegriffen wird, das ging einigen Studenten im Kopf herum. Darunter dem 26 Jahre alten Björn Köster, Darmstädter und Informatikstudent an der Technischen Universität.
Den Abstand zwischen Informatik und deutscher Weinkultur zu verkürzen, gingen Köster und Kommilitonen vor fünf Monaten zur Weinprobe auf ein traditionsreiches Familienweingut in Osthofen am Rhein.
Nach ein paar Stunden, so die Auskunft der Weintester, hatten sie Mühe, die dreizehn konsumierten Weine diverser Rebsorten auseinander zu halten. Anderes war jedoch umso klarer geworden: dass es einen elektronischen Weg geben könne, dem deutschen Wein Unterstützung zu gewähren.
Der Besuch beim Weingut Keiper-Glaser war Start für ein Projekt, das nun als Winzerwein-Zeitung im Internet wirkt (www.winzer.de). Aufklärungsarbeit sei, so Köster, in jeder Hinsicht geboten.
Mit der monatlichen elektronischen Weinzeitung wolle man ohne Fachchinesisch, informativ und umfangreich über Wein aus deutschen Landen berichten, über Weingesetz, Weinanbau- und Trinkkultur, Weingüter, neue Entwicklungen, Trends.
Inhaltlich hilft den Informatikern die Winzertochter Eva Glaser in die höheren Ebenen des Fachverstandes. Nicht wenige Kunden, sagt sie, "kaufen Pinot Grigio, Pinot Blanc oder Pinot Noir und lassen den Grauen Burgunder, den Weißen Burgunder oder den Spätburgunder aus Deutschland im Regal stehen - obwohl es sich exakt um die gleichen Weinsorten handelt." Einfaches Marketinggesetz dahinter: Das fremd Klingende ist neu und modisch, wirkt allein schon dadurch höherwertig.
Dabei hat sich der deutsche Weinbau im vergangenen Jahrzehnt sehr gewandelt im Auftritt gegenüber der Kundschaft. Neue Flaschenformen, neue Füllmengen, neue Etiketten, Aufgabe mancher Tradition, die nicht mehr vermittelbar war.
Die meisten Traditionen und die Qualität des Tropfens gilt es aber, so Köster und Konsorten, erst einmal wieder dem Verbraucher deutlich zu machen. Dabei hilft es, dass auch in guten Gasthäusern wieder auf gute und passende Rieslinge hingewiesen wird - und erst danach auf den noblen Weißen aus Kalifornien oder Australien.
Dennoch gibt es viel zu tun. Nicht zuletzt im Werbeauftritt und im Vertrieb, beim Endverbraucher im Supermarkt. Für das Internetportal liegen bereits 30 Anfragen von Winzern vor, die mitmischen wollen.
Eines möchte die kostenlose Weinzeitung, die als PDF-Dokument bequem in virtuelle Briefkästen passt, nicht aus den Augen verlieren. Köster: "Wir wollen unabhängig bleiben." 
Darmstädter Echo vom 10.02.2004, Seite 13, Autor: Paul-Hermann Gruner
Extra Tip Kassel
EDLE TROPFEN
Kassel - Wie es so kommt:
Nach vier Stunden Diskussion stellten vier Studenten - darunter auch ein
Kasseler - fest, daß sie eigentlich ziemlich wenig über Deutschen Wein
wußten. Und sie beschlossen, das zu ändern. Gründlich. Heraus kam
schließlich sogar eine eigene Weinzeitung im Internet: "WINZER.DE - Die
Winzerwein-Zeitung."
Ausschlaggebend dafür war im September 2003 ihr gemeinsamer Besuch bei
einem richtigen Winzer, auf dem Familienweingut Dr. Keiper-Glaser in
Osthofen (www.keiper-glaser.de). "Und dem hat es sichtlich Spaß gemacht,
uns Studenten in die "Geheimnisse des Deutschen Weins" einzuweihen",
sagt Björn Köster. Der 26-jährige, der in Kassel in die Goetheschule und
in die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule ging, hier sein Abitur machte
und inzwischen Informatik in Darmstadt studiert, war fasziniert. "Wir
hatten ja vorher wenig Ahnung, was es alles an höchst unterschiedlichen
Rebsorten und Qualitäten gibt."
Nach 13 "Verkostungen" war man heiter. Hatte unter anderen auch gelernt,
daß sich hinter dem trendigen -Pinot Grigio- nichts anderes als Grauer
Burgunder verbirgt und hinter -Pinot Noir- Spätburgunder. "Doch die
Weine aus Deutschland bleiben im Regal stehen - obwohl es sich um die
exakt gleichen Weinsorten handelt", habe Winzer-Tochter Eva Glaser
geklagt. "Viele deutsche Winzer haben aus solchen Gründen schon dicht
machen müssen", gibt Björn Köster seine neugewonnenen Erkenntnisse
weiter. "Obwohl der Wein dort nach unserer Erfahrung viel besser
schmeckt als der aus dem Laden. Und zudem auch noch erheblich billiger
ist."
Köster selbst ist erst im letzten Jahr richtig mit Wein in Berührung
gekommen. "Früher kannte ich auch nur ,rot', ,weiß' und ,rosé'. Aber
das hat sich dann rasant geändert." Und schon bei ihrem Winzerbesuch
schmiedeten die frisch gebackenen Weinexperten Pläne, wie mehr Wissen
über den Deutschen Wein wohl "ans Volk" gebracht werden könnte. "Da lag
natürlich die Idee mit einer Internetseite nahe", so Köster. Gesagt,
getan: Schon nach kürzester Zeit hatten die vier eine "elektronische
Weinzeitung" geschaffen. "Da wollen wir jetzt monatlich, ohne das ganze
Fachchinesisch, informativ und umfangreich über den Deutschen Wein
berichten. Über spezielle Rebsorten, Weinanbau- und Trinkkultur, neue
Entwicklungen, Kochrezepte und noch vieles mehr."
Inzwischen liegen ihnen bereits über 30 Anfragen von interessierten
Winzern vor, die sich gerne beteiligen wollen. Die Anfrage des
EXTRA-Tip, ob denn schon ein Beitrag zum berühmten "Böddiger Berg" in
Planung sei, stieß bei Björn Köster zunächst auf fragende Blicke. Doch,
aufgeklärt über Hessens nördlichsten Weinberg, hat sein Team den
Vorschlag sofort aufgegriffen. Und so findet sich in der aktuellen
Ausgabe der "Winzerwein-Zeitung" (www.winzer.de) ein entsprechender
Artikel über die "harten Kämpfer" auf den Weinreben bei Felsberg.
Auszug: "So lieblich wie die Weinkönigin Kerstin sind die Weine nicht.
Sie zeichnen sich durch eine schmeckbare Säure aus, mit interessantem
Bukett. Zu deftigem nordhessischen Essen oder Vesper ein Erlebnis - wenn
er nicht schon ausverkauft ist".
Extra Tip Kassel vom 29.02.2004, Lokales
Marketingman - das Online-Marketing Magazin
Winzer.de - in vino veritas
Liebhaber deutscher Weine auf der Suche nach unabhängigen Informationen und Neuigkeiten aus der Branche, haben es derzeit schwer. In einem virtuellen Dschungel kommerziell verpackter Infos und Eigenwerbung, entpuppen sich viele Online-Weinführer als reine Werbe- und Verkaufsplattformen für Weine und Weinhändler.
Die noch junge Online-Weinzeitung Winzer.de dürfte als unabhängiger Anbieter von fundierten und aktuellen Informationen rund um die deutsche Weinkultur und Winzerlandschaft sicherlich eine willkommene Alternative sein und verfügt sicherlich über das Potential, zukünftig, auch hohe Ansprüche eingefleischter Weinliebhaber und -entdecker zu erfüllen.
Die Erfolgsstory der Winzer- und Weinzeitung begann mit einer Weinprobe dreier befreundeter Studenten auf dem Weingut Keiper-Glaser, bekannt für naturnahen Weinanbau und lange Tradition. Der langen Tradition von Weinproben folgend, konnten die 3 Studenten zwar nach einigen Gläser Wein die Rebsorten kaum noch auseinander halten, jedoch war eine neue Idee geboren: die Gründung einer Online-Publikation zu Wein und Winzer aus deutschen Landen war beschlossene Sache, zudem der in allen Weinfragen auskunftsfreudige Herr des Hauses beteuerte, seine attraktive Tochter - Studentin der Betriebswissenschaften - dem "wilden Haufen" als kompetente Ansprechspartnerin in Sachen Wein zur Verfügung stellen zu wollen. (Das Team v.l.n.r.: Max Mai, Eva Glaser, Sascha Mai, Björn Köster)
Ausgestattet mit (fast) allen für ein derartiges Vorhaben erforderlichen Kompetenzen - Max Mai der Medienwissenschaftler, Eva Glaser die Betriebswirtschaftlerin und Weinexpertin und Björn Köster als Informatiker und Programmierer - wurde das Portal Winzer.de erstellt und gelauncht.
Das Portal begeistert durch klare Strukturen, schnelle Ladezeiten und übersichtliche Funktionalität und verzichtet bewusst auf überflüssige Designelemente. Der Newsteil berichtet aktuell und kompetent über Ereignisse und Events der Branche und der Veranstaltungskalender informiert über Termine und Weinfeste; der Kalender ermöglicht ebenfalls eine Winzer-Suche nach Postleitzahlen.
Das Team hat sich ebenfalls vorgenommen, in absehbarer Zeit, die Suche nach Anbaugebiet und Postleitzahl für interessierte Weinfreunde erheblich zu verbessern und klarer zu gestalten.
Der im Rahmen der Weinprobe konsumierte Wein scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn wie sinnierte einmal Shakespeare zu dem Thema:
"Der gute Wein steigt in das Gehirn, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von feurigen und schönen Bildern..."

Marketingman - das Online-Marketing Magazin vom 20.07.2004, Fundgrube
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